Patienteninformation
zur Photodynamischen Therapie

Prinzip der Behandlung

Unter der Photodynamischen Therapie (PDT) versteht man ein Verfahren zur Behandlung von Tumoren und anderen Gewebeveränderungen mit Licht in Kombination mit einer lichtempfindlichen Substanz, einem so genannten Photosensibilisator, und im Gewebe vorhandenem Sauerstoff. Dazu wird dem Patienten ein solcher Sensibilisator oder einer seiner Stoffwechselvorläufer auf die Haut aufgetragen, der sich selektiv im Tumor anreichert. Nach einer gewissen Wartezeit wird anschließend der Tumor und das ihn umgebende gesunde Gewebe mit Licht geeigneter Wellenlänge bestrahlt. Dabei werden durch photophysikalische Prozesse toxische Substanzen erzeugt, die aufgrund der Tumorselektivität des Sensibilisators gezielt den Tumor schädigen.

Durchführung der Behandlung

Nach Abschuppung des zu behandelnden Areals wird der Lichtsensibilisator in Form einer Creme aufgetragen und mit einem lichtdichten Verband abgedeckt. Es folgt eine ca. 3-5 stündige Einwirkzeit. Danach werden die Cremreste entfernt und es erfolgt die Bestrahlung mit dem Licht einer speziellen Wellenlänge. Diese Belichtung dauert ca. 15-25 Minuten, je nach Lokalisation des Tumors. Während der Behandlung können unangenehme Gefühle in dem bestrahlten Bereich, wie z.B. Brennen und Stechen, entstehen. Durch eine ausreichende Kühlung mit Kältespray lassen sich diese erheblich mindern.
In den ersten, der Behandlung folgenden Tagen, kann es zu einer Entzündungsreaktion im behandelten Areal kommen. Das weist üblicherweise auf einen Erfolg der Behandlung hin und verschwindet nach wenigen Tagen wieder. 2-3 Tage nach der Behandlung sollte starkes Licht und direkte Sonnenstrahlung gemieden werden. Eine Kontrolle des Therapieerfolges sollte innerhalb von 2 Monaten nach der Behandlung in unserer Praxis erfolgen. In seltenen Fällen kann eine Wiederholung der Behandlung oder eine andere zusätzliche Therapie erforderlich sein.

 

 

 

Erfolgsaussichten

Die PDT von Hauttumoren hat eine hohe Ansprechrate und ist sehr effektiv. Es ist in der Regel mit einem sehr guten kosmetischen Ergebnis zu rechnen. Nur sehr selten kommt es zu einer Narbenbildung. In der Regel ist eine dauerhafte Entfernung oberflächlicher Tumoren zu erwarten. Regelmäßige hautärztliche Kontrollen des Areals sind aber, wie bei jeder andern Therapieform erforderlich, um mögliche Rezidive rechtzeitig zu erkennen und zu behandeln.