Hautkrankheiten

Hautkrebs -Vorsorge

Die Haut bietet als Körperoberfläche den Vorteil, daß alle Veränderungen so wie das Wachsen von Tumoren schnell erkannt werden können. Hier ist die Aufmerksamkeit des Patienten und regelmäßige Kotrolluntersuchungen durch den Hautarzt zur frühen Diagnosesicherung wichtig und ausreichend. Gerade das Melanom (schwarzer Hautkrebs), als einer der bösartigsten Tumore der Haut ist, bei frühzeitiger Entdeckung, der vollständigen Heilung zugänglich. Auch andere, häufig weniger gefährlichere Tumore, können nach rechtzeitiger Entdeckung, oft durch eine kleine Operation, komplett geheilt werden.
Leider ist die Hautkrebsvorsorge-Untersuchung des Hautarztes nicht als Leistung der gesetzlichen Krankenkassen definiert und muß vom Patienten selber getragen werden. Lediglich die Kontrolle einzelner auffälliger Muttermale oder Tumore ist als Kassenleistung anerkannt.
Sinnvoll, als Hautkrebsvorsorge-Untersuchung, erscheint eine jährliche Ganzkörperuntersuchung ggf. unter Zuhilfenahme eines Auflichtmikroskops und im Zweifelsfall auch die Fotodokumentation einzelner Pigmentmahle.

Kriterien zur Bewertung von tumorverdächtigen Hautveränderungen:

Grundsätzlich ist jede Neubildung, die nicht innerhalb der folgenden Wochen wieder von alleine zurück geht tumorverdächtig und sollte hautärztlich kontrolliert werden.
Insbesondere bei dem schwarzen Hautkrebs (Melanom) ist eine Früherkennung wichtig. Jede Veränderung oder Neubildung eines Muttermals ist möglicherweise ein Alarmzeichen und sollte durch den Hautarzt kontrolliert werden.

Veränderungen von Muttermalen können folgendermaßen auffallen:

Veränderung in der Farbe des Muttermales (z.B. heller werden, dunkler werden,
gräuliche Farbe)
Veränderung der Größe oder Dicke des Fleckes
Veränderungen im Randbereich eines Muttermales (Rötung, Weißfärbung, Schwellung, zackige Ausläufer, unscharfe Randbegrenzung)
Veränderung in der Wahrnehmung eines Muttermales (z.B. Juckreiz, Brennen)

Besondere Risikofaktoren für die Entstehung des schwarzen Hautkrebses:

Prinzipiell kann jeder von diesem Tumor betroffen werden. Besonders gefährdet sind jedoch Menschen die:
Viele unregelmäßige Muttermale aufweisen.
Bei denen bereits Melanome in der Familie aufgetreten sind
Die bereits ein Melanom in der Vergangenheit hatten
Die große, angeborene Pigmentmale haben
Die starke und/oder viele Sonnenbrände in ihrer Kindheit hatten


Schuppenflechte

Die Schuppenflechte ist eine anlagebedingte Erkrankung, bei der es, meist fleckförmig an unterschiedlichen Körperregionen zu einem überschießenden Wachstum der äußeren Hautschicht kommt, welches von einer Entzündungsreaktion begleitet wird. Verschiedenste Faktoren können als Triggerfaktoren ( z.B. Stress, Klimaveränderungen, mechanische Reize, Stoffwechselstörungen usw.) einen Krankheitsschub auslösen. Die Schuppenflechte kann neben der Haut auch die Finger- und Fußnägel betreffen und entzündliche Gelenkveränderungen, ähnlich wie bei dem Gelenkrheuma, verursachen. Da die Schuppenflechte eine anlagebedingte Erkrankung ist, kann sie nicht geheilt werden. Eine erfolgreiche Therapie kann nur die Häufigkeit und Intensität der Krankheits-Schübe verringern und die bereits vorhandenen entzündlichen Veränderungen verbessern.
Die Behandlung erfolgt, der Intensität der Erkrankung angepasst, entweder ausschließlich mit einer Salben-Therapie oder zusätzlich mit einer Belichtungs-Therapie. In einigen Fällen ist auch eine Behandlung von innen mit Tabletten oder sogar mit Injektionen erforderlich, um eine dauerhafte Besserung der Erkrankung zu erzielen.


Neurodermitis

Neurodermitis (= atopische Dermatitis, = endogenes Ekzem, = atopisches Ekzem) ist meist eine anlagebedingte Krankheit der Haut. Sie ist entzündlich, nicht ansteckend und wird von vielfältigen Auslösern beeinflußt. Grundlage für die Entwicklung einer Neurodermitis, meist im Kindesalter, ist fast immer eine atopische Veranlagung. Es kommt zu Störungen der Schutzfunktion der Haut (trockene Haut), zum Eindringen von Entzündungszellen und Antikörpern („IgE“) in die Haut. Das alles führt zu Verdickung der Haut, zu Bläschenbildung, Nässen und Juckreiz. Die Haut ist empfindlich für eine Besiedelung mit Bakterien (oft Staphylokokken), welche die Entzündungsreaktion verstärken können. Bei ganz kleinen Kindern kommt es häufig zu Ekzemen im Gesichtsbereich, auf den Oberschenkeln und am Po. Ab ca. dem ersten Lebensjahr, verlagern sich die Hautentzündungen typischerweise hauptsächlich in die großen Gelenkbeugen.
Die Neurodermitis ist eine schubartig verlaufende Erkrankung und wird von vielen Faktoren (Hauttrockenheit, Psyche, Nahrungsmittel, Wetter, chemische Reize, Hautkeime, Kratzen, Schwitzen, Infektionen, Allergenen) beeinflußt. Entsprechend der vielen Einflußfaktoren gibt es auch viele Ansatzpunkte zur Vorbeugung und Therapie eines Schubes der Erkrankung. Ganz wichtig ist die konsequente und regelmäßige Hautpflege mit rückfettenden Salben sowie das Meiden von Allergenen.
Patienten mit Neurodermitis leiden häufig, aber nicht immer unter Soforttyp-Allergien. Bei Kindern mit Neurodermitis können zusätzlich Nahrungsmittelallergien auch gegen Grundnahrungsmittel vorkommen. Trotzdem gibt es keine generelle Neurodermitis-Diät.
Eine Allergie muß immer individuell ermittelt werden.
Häufig verliert sich die Neurodermitis wieder nach den ersten Lebensjahren. Sie kann aber auch einen lebenslangen Verlauf mit unterschiedlich starker Ausprägung nehmen. Patienten mit Neurodermitis haben auch ein deutlich erhöhtes Risiko, im Verlauf ihres Lebens unter Heuschnupfen und Asthma zu leiden.
Menschen, die von Neurodermitis in ihrer Kindheit betroffen waren, sollten bei der Berufswahl darauf achten, keinen hautreizenden Beruf (Friseur, Maurer, Maler usw.) zu wählen, da sich ansonsten im Verlauf der Berufsausübung Handekzeme entwickeln können, die im Zweifelsfall dazu zwingen können den Beruf wechseln zu müssen.
Alle Schritte, zur Diagnostik und Therapie der Neurodermitis werde in unserer Praxis durchgeführt. Auch eine orientierende Beratung für eine Berufseignung ist möglich.

Akne

Diese Erkrankung betrifft vor allem Jugendliche und junge Erwachsene. Es kommt vorwiegend durch den Einfluß von Hormonen zu Veränderungen der Talgdrüsen und Haarwurzelscheiden, die zu einer Verstopfung der Talgdrüsenausführungsgänge mit nachfolgender Entzündung der aufgestauten Drüsen führt. Dadurch entstehen Mitesser, Pusteln und z.T. auch entzündliche Knoten, vorwiegend im Gesicht aber auch im Brust-, Rücken-, Axillär- und Genitalbereich.
Wichtiges Therapieziel der Akne im Gesicht, Rücken- und Brustbereich ist effektiv und nebenwirkungsarm zu behandeln, bevor es zu einer Narbenbildung kommt, welche die Patienten ein Leben lang beeinträchtigen kann. Bei der milden Form der Akne reicht häufig eine Salbentherapie in Kombination mit einer kosmetischen Behandlung aus. Bei schwereren Akneformen wird eine kurz- bis mittelfristige Tablettenbehandlung erforderlich. Hier haben sich Antibiotika und Vitamin-A-Säurepräparate als wirksam erwiesen.
Etwas anders sieht es bei der Form der Akne aus, die Genitalbereich und Achseln betrifft. Diese Akne ist häufig mit Salben und Tabletten nicht ausreichend zu behandeln. Häufig finden wir diese Form der Akne bei Rauchern oder Passiv-Rauchern. Wichtig für den weiteren Verlauf der Erkrankung ist, daß das Rauchen aufgegeben wird. Erst dann ist mit einer dauerhaften Besserung zu rechnen. Bestehende
Entzündungen (Häufig handelt es sich um fistelnde Abszesse) können am besten operativ entfernt werden. Langfristige Therapien mit Antibiotika verbessern häufig die Wundheilung nach einer Operation.